Die Pyramide

                                                                                       aus dem Französischen übersetzt

es trug keinen bestimmten namen, es lag erst da dann richtete es sich empor, bedeckte den dahinter verborgenen hügel. drinnen und außerhalb, ein tetraeder, dort stehen geblieben, wartete darauf, dass sich die meere leerten.

die pyramide fasste fuß, ging ihre route zum immer grüneren horizont weiter. auf ihrem weg verwesten gräser, drehten sich kinder um. die pyramide ging in flammen auf, warf sich auf den letzten mann um ihn zu verschlingen solang er noch verliebt war, ließ den honig ihres herzens an seinen wunden armen rollen. sie ließ sich die zeit, ihn die reue spüren zu lassen, diese frau mit reifer schale, mit harter schale, diesen haufen glut, nicht früher umarmt zu haben. vielleicht wird die pyramide dünnhautig oder faulig. sie leert sich mitsamt geruch. schwer für den anderen zu wissen, woher der wind in dem augenblick kommt, und er beißt die zähne zusammen. der honig verklebt seine schienbeine. er bückt sich. er drückt ein messer unter den knochen seines knies und beschneidet die honigsehnen. ein moment der linderung, des vergessens. der moment ist unpassend, denn der krieg setzt sich fort. er ist gestorben.

die pyramide trennt sich von seiner leiche und geht ihre route zum goldenen horizont weiter. er ist gestorben als es zu spät war. inmitten immer krautigeren gesichter. immer sanfter und seltsamer. in seinem kopf: die frau auf ihrem sitz aus fleisch, redet über ehre und faltet sich in vier wie eine besetzte stadt. der mann endlich tot, wirft einen blick der rache über die ebene. das gras wurde blau als hätte es einen tritt bekommen. er ist nah seiner vollendung und jeder schritt drängt ihn zum leben. er geht nicht auf einer stechenden fläche. er zerstört seine beine um voranzuschreiten. die frau richtet sich auf und kleidet sich mit ihrem schatten.

das wasser verlässt endlich die meere und sucht nach sakralen orten um mit den tieren zu ruhen. jahre später, vielleicht auch nur eine minute später, kehrt der mann um, um zu trinken. um die ebene, die weite und das meer zu trinken. doch das meer ist trocken und schwer. das wasser hat bloß herbes übrig gelassen. keine pflanzen.